go dogma logo
 
 | Verzeichnis | Edition Dogma Marken | Links | Erweiterte Suche
Willkommen bei GO-Dogma - Die undogmatische Grundorganisation Tuesday, 6. December 2022 @ 07:41
Topics
Home
Aktuelles (20/0)
Flugblätter (7/0)
Zitate (5/0)
Dogmatische Positionen (10/0)
Satire (1/0)
Dogma Outdoor (2/0)
Diskussionsgrundlagen (9/0)
Pröbstling des Monats (8/0)
Gastbeiträge (17/0)
Archiv (18/0)

What's New

ARTIKEL

Keine neuen Artikel

KOMMENTARE letzte 2 Tage

Keine neuen Kommentare

TRACKBACKS letzte 2 Tage

Keine neuen Trackback-Kommentare

LINKS letzte 2 Wochen

Es gibt keine Links anzuzeigen.

neues auf no-racism.net
Beim Lesen dieses Feeds trat ein Fehler auf (die Datei error.log enthält nähere Informationen).

Anmelden
Username:

Passwort:


volksstimmen
Beim Lesen dieses Feeds trat ein Fehler auf (die Datei error.log enthält nähere Informationen).


Mißstände, Fehlentwicklungen und Unterlassungen?   
Tuesday, 24. August 2004 @ 23:21

In diesem Text von h.aufinger wird der attac-slogan "spielt nicht mit dieser welt" in einer moeglichst naiven weise interpretiert um dann einen "gegenstandpunkt" zu dieser naiven interpretation zu konstruieren...aber lesen sie selbst:

Wer sich auf der Homepage der globalisierungskritischen Bewegung attac informiert, wird von einer aufschlußreichen Moralpredigt begrüßt: ßSpielt nicht mit dieser Welt!ß

Steht wirklich so da! Mit einem Bild zur Verdeutlichung, damit es noch das schlichteste Gemüt versteht: Verantwortungslose Gestalten spielen Ball mit einem Globus! (http://www.attac-austria.org) Sagenhaft! Eine gelungenere Selbstpersiflage ist kaum denkbar. Auch wenn nicht auszu-schließen ist, daß der Spruch von durchgeknallten Fachleuten für ßKommunikationß stammt, faßt er den Standpunkt von attac geradezu genial zusammen: Die guten Menschen glauben wirklich, der Zustand der modernen Welt sei auf einen zu sorglosen, zu leichtfertigen, gedankenlosen und unbekümmerten Umgang mit ökonomischen und natürlichen Ressourcen zurückzuführen, den aber niemand ernstlich wollen, herbeiführen oder zumindest billigend in Kauf nehmen kann ?- weswegen es darauf ankomme, vor allem den Machthabern, aber durchaus uns allen einmal seriös und nachhal-tig ins Gewissen zu reden!
Bisher, so der denkbar schlichte Ansatz des Netzwerks, hat sich einfach niemand so richtig verantwortungsbewußt um die Materie gekümmert, alles wurde leichtsinnig, ohne Sinn und Verstand und geradezu fahrlässig den ohnehin mit Geld und Geschäft befaßten Instanzen überlassen, so daß auf dem Globus ein gewisser Wildwuchs einreißen konnte, der laut nach einer ordentlichen Ordnung schreit: ßGlobalisierung braucht Gestaltung.ß (ebd.)
Bisher, so das kindliche Weltbild, hat sich einfach niemand die Mühe gemacht und ßmenschengerechteß Gegenvor-schläge zur laufenden Politik ersonnen, nach denen dringender Bedarf besteht und auf die alle Welt gewartet hat: ßAT-TAC versteht sich als überfällige Antwort auf eine sehr einseitig verlaufende und Partikularinteressen begünstigende Globalisierung. ATTAC will zeigen, dass es Alternativen gibt und sich aktiv an der Gestaltung einer menschengerech-ten und nachhaltigen Weltwirtschaft beteiligen.ß (ebd.)
attac sieht die Welt wirklich so, und dementsprechend präsentiert die Bewegung, auch wenn sie nur ßZahlen und Fakten zu ATTAC-Themenß darbieten will, die für sich selbst sprechen sollen, nur mehr verdrehte Beweise fürs eigene Welt-bild. Einige Beispiele:
ßDie Einkommensschere zwischen dem Fünftel der Menschheit, das in den reichsten Ländern lebt, und dem in den ärmsten, hat sich seit 1960 von 30:1 auf 74:1 vergrößert. (UNDP, 1999)ß (attac-austria, Zahlen und Fakten zu ATTAC-Themen, die folgenden Zitate daraus)
Welche Relation wäre denn angemessen oder gerade noch akzeptabel? Und warum? Ist denn irgend jemand ?- Staat, Kirche, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, UNO? ?- mit der Herstellung eines ausgeglichenen Einkommens zwischen den erwähnten Menschheits-Fünfteln befaßt, so daß man angesichts dieser Zahlen von einem Versagen sprechen könnte? Ist die Zusammenfassung der Menschheit in ßFünftelß nicht einigermaßen grob, angesichts dessen, daß auch im ßNordenß die Armut daheim ist? Wäre nicht erst einmal zu fragen, was ein ßEinkommenß überhaupt ist und wie es zustande kommt?
ßVon den 4,7 Milliarden Menschen in den Entwicklungsländern haben
- 800 Millionen chronisch Hunger
- 1 Milliarde kein Dach überm Kopf
- 1,3 Milliarden kein sauberes Trinkwasser
- 800 Millionen keine ärztliche Versorgung
- 850 Millionen keine Lese- und Schreibkenntnisse
- 1,3 Milliarden weniger als 1 US-$ Tageseinkommen (UNO 1999)ß
Ganz schön verantwortungslos, wie da herumgespielt wird! Und was ist wirklich los? Das sind Resultate des globalen Geschäfts. Ein Problem sind sie nur für die Hungerleider ohne gescheites Wasser und für die Obdachlosen ohne ärztli-che Versorgung ?- niemand sonst ist angesichts dieser Zustände gescheitert. Da sollte man sich entscheiden: Entweder man schlägt die Hände überm Kopf zusammen und wähnt sich einig mit allen guten Menschen in der Vorstellung, daß dergleichen einfach nicht wahr sein dürfe und schleunigst abgestellt gehöre ?- angesichts der Tatsache, daß dieses Elend seid Jahrzehnten von den verantwortlichen Instanzen billigend in Kauf genommen wird, eine etwas weltfremde ?oebung. Oder man stellt, bevor man vorschnell Gutes tun und dieses deswegen für unmittelbar ßmöglichß halten will, die schlichte Frage nach dem Grund dieser Gegebenheiten: Arm sind die Leute, weil sie von den Arbeits- und Produkti-onsmitteln, mit denen sie für sich tätig werden könnten, getrennt sind ?- ein Ausschluß, den das Eigentum organisiert. Und das Geld, um sich alles, was sie brauchen und was es durchaus gibt, kaufen zu können, verdienen sie nicht, weil sie überflüssig sind für das globale Geschäft, das inzwischen auch in ihren Elendsgebieten alles Nützliche verwertet, wobei sich eben herausstellt, daß es viele unnütze, überzählige Menschen gibt: Deren Elend ist eine schlüssige Folge der poli-tischen ?-konomie namens Marktwirtschaft. Nächstes Beispiel:
ßDie öffentliche Entwicklungshilfe der OECD-Länder ist seit 1980 von 0,35% auf 0,22% ihres Bruttoinlandsprodukts gesunken. In absoluten Zahlen sank sie von 69 Milliarden Dollar 1992 auf 53,1 Milliarden Dollar 2000 (0,22% BIP).ß
ßDie Halbierung der Armut bis 2015 ?- deklariertes Ziel der UNO ?- würde jährlich 100 Milliarden Dollar kosten, das ginge sich locker mit den 0,7% aus. (Weltbank)ß
Ob 0,35% oder 0,7% des BIP, vorrangig wäre doch zu klären, wofür das Geld verwendet wird. Wieso übernimmt attac blauäugig die offiziellen Sprachregelungen, die als den Zweck der ßEntwicklungshilfeß die Armutsbekämpfung ausge-ben? Daß diese ßHilfeß ihre Folgen und ihre Tücken hat, ist attac doch bekannt:
ßDie Entwicklungshilfe der Industrieländer an die Entwicklungsländer belief sich 1999 auf 56 Mrd. US-Dollar (O-ECD). Die Zinszahlungen der Entwicklungsländer an die Industrieländer betrugen im selben Jahr mehr als das Dop-pelte: 135 Mrd. US-Dollar. (Weltbank, Global Development Finance)ß
ßNicht der reiche Norden finanziert den armen Süden, sondern umgekehrt: Summiert man alle Kreditflüsse (Neukredite minus Rückzahlungen plus Zinsendienst), fließt unterm Strich Geld von Süd nach Nord ?- seit 18 Jahren. 1999 erreichte der Nettokapitaltransfer von Süd nach Nord einen absoluten Rekord: 114,6 Milliarden US-Dollar. (Weltbank 2000)ß
Ein Kredit, wenn er ßEntwicklungshilfeß heißt, ist einerseits ein Vorteil, weil Geld da ist, der Nachteil sind andererseits die Schulden, die der Schuldner damit hat ?- aber ist das nicht dasselbe? Was denn nun? Soll die ßEntwicklungshilfeß nun steigen oder nicht? Wenn damit die Verbindlichkeiten des ßSüdensß weiter wachsen? Der Anspruch des ßNordensß auf Zinszahlungen immer größer wird? Die ßHelferß an der ßHilfeß auf Kosten der Geholfenen gewaltig verdienen?
Was ist da los? Die Zahlen werden schon stimmen ?- nur, nach allen in dieser, in der jetzigen Welt gültigen Kriterien bilanzieren sie einen Erfolg und kein Problem, und auch keine Fehlentwicklung. Das ist nun einmal der Zweck eines Kredits ?- daß er verzinst zurückfließt, daß aus Geld mehr Geld wird. Wer diese Zahlen registriert, kann durchaus ler-nen, was mit der berühmten ßEntwicklungshilfeß kreditfinanziert wurde: Die Herrichtung der ehemaligen Kolonien zu brauchbaren Anhängseln des Weltmarkts. Da muß man sich dann wieder entscheiden. Entweder man nimmt zur Kennt-nis, daß ßHilfeß nur ein beschönigender Titel für die Nutzbarmachung der ßEntwicklungsländerß ist. Oder man glaubt, einer gigantischen Fehlentwicklung auf die Spur gekommen zu sein, und glaubt weiter, schleunigst alle wohlmeinenden Verantwortlichen über diese schreckliche Entdeckung informieren zu müssen, von der offenbar kaum jemand etwas geahnt hat ?- obwohl die einschlägigen Fakten allgemein bekannt sind, und obwohl seit Jahrzehnten regelmäßige Spen-denaktionen für die gerade aktuellen Hungergebiete ans Mitleid der sozial Schwachen im ßNordenß appellieren. Ande-res Beispiel:
ßDie Vorstandsbezüge der Deutschen Bank haben sich zwischen 1998 und 2001 vervierfacht. Jetzt will der Vorstand 7.100 Arbeitsplätze abbauen. (Die Woche, 21. Dezember 2001)ß
ßDiejenigen ManagerInnen, die in den USA 2000 mindestens 1.000 Arbeitsplätze abgebaut haben, verdienten um durchschnittlich 80 Prozent mehr als ihre KollegInnen, die keine oder weniger Jobs zerstörten.ß
Welch´ unschönes Spiel mit Arbeitsplätzen! Und was ist wirklich los? Der Vorstand einer Großbank muß mit dem Unternehmen auch dessen Erfolg repräsentieren, er muß als Individuum mordsmäßig nach Geld stinken, weil er auf diese Weise als Person die Bilanz der Bank verkörpert, weil er leibhaftig als Ausweis der bisherigen und als Garant der künftigen Gewinne herumläuft! Das Mittel des Gewinns wieder ist die allseitige Kostensenkung, also vor allem die Senkung der Lohn(stück)kosten. Die heißt auch ßRationalisierungß, weil sie so vernünftig für die Kosten-Ertrags-Rechnung ist, weswegen dynamische ManagerInnen mit Erfolgen dabei belohnt werden. Es gibt eben doch eine Ge-rechtigkeit. Keine Sorge also ?- schon wieder spielt niemand. Das ist bitterer Ernst und hat seine durchaus geläufigen guten Gründe. Wieder ist eine Entscheidung fällig. Da nimmt man besser zur Kenntnis, daß die Schaffung und Siche-rung von ßArbeitsplätzenß als bestimmender Zweck von Unternehmen eine Ideologie ist bzw. einen Anspruch an diese Arbeitsplätze beinhaltet: Arbeitsplätze müssen rentabel sein, sich als Mittel des Gewinns bewährten, oder sie werden gestrichen, was irgendwie auch jedem vertraut ist. Wer angesichts dessen die leicht verlogenen Titel des Geschäfts (ßArbeitsplätzeß) nicht richtigstellen, sondern ßkritischß gegen dessen Realität in Anschlag bringen will, macht bloß sich zum Idioten.
Im übrigen: Es ist für einen Arbeitslosen wirklich scheißegal, ob er von einem superreichen oder einem bloß mittelrei-chen Manager gefeuert wurde. Wäre die Sache in Ordnung, wenn dem Manager pro gestrichenem Arbeitsplatz etwas vom Gehalt abgezogen würde? Wäre diese Beglaubigung der reaktionären Vorstellung vom dem einen Boot, in dem alle gemeinsam sitzen, eine anzustrebende Alternative? Nächstes Beispiel:
ßDer Beitrag der Gewinnsteuern am Gesamtsteueraufkommen hat sich seit 1965 von 28 auf 14 Prozent halbiert. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Lohnsteuern von 10 auf 30 Prozent verdreifacht. (Steuerabteilung der AK)ß
ßFast 60% aller Steuern und Abgaben kommen in ?-sterreich vom Faktor Arbeit, rund 25% vom Konsum, knapp 10% vom Faktor Kapital und rund 5% vom Faktor Ressourcen.ß
Wieder erhebt sich die Frage, welcher Anteil der ßGewinnsteuern am Gesamtsteueraufkommenß denn der adäquate wäre, und warum? attac tut so, als gäbe es jenseits der Kalkulationen des staatlichen Subjekts, das die Bürger enteignet, eine sachlich und gerechtigkeitshalber eigentlich viel passendere, sachgerechtere Steueraufkommensstruktur, an der sich der Staat vergeht ?- dabei gibt es die gar nicht. Ganz entgegen dem von ihm durchgesetzten Prinzip des normalen ökonomischen Verkehrs, ganz gegen den Tausch zieht der Staat allein kraft seiner legitimen Gewalt einseitig und ohne Gegenleistung Geld an sich, ein Verfahren, das ansonsten als Raub verfolgt wird. Beim Eintreiben und beim Ausgeben orientiert sich das Gewaltmonopol allein an seinen Zwecken, und das heißt, daß die verschiedenen Einkommensarten so behandelt werden, daß das berühmte ökonomische ßWachstumß (von Kapital) vorankommen und vom Steuerstaat nicht behindert werden soll: Bei den Einkommen, die doch bloß für Konsum ausgegeben werden, langt der Staat ordentlich zu, stellt aber die Kleineinkommen, von denen einfach nichts zu holen ist, steuerfrei; bei den Geldern, die sich vermeh-ren sollen und die u.a. die berühmten ßArbeitsplätze schaffenß, hält er sich vergleichsweise zurück, um sich an deren weiterem Wachstum zu bedienen.
Im übrigen: Alles Geld, das der ßFaktor Kapitalß ans Finanzamt überweist, hat er vorher aus dem ßFaktor Arbeitß her-ausgeholt. Insofern stammt ohnehin das komplette Staatseinkommen letztlich aus der Arbeit. Genau wie der Zins und die Pacht, den bzw. die das produktive Kapital an die Kollegen vom Finanzkapital und ans Grundeigentum umverteilt, muß auch der Tribut an den Staat aus der Arbeit herausgewirtschaftet werden; so verschärft jede ßBelastungß des ßFak-tors Kapitalß die Ausbeutung der Arbeit ?- von da muß die Kohle doch herkommen, nachdem das Kapital definitiv nicht arbeitet.
Den letzten Grund für jene Zustände, die attac konsequent für Mißstände und Fehlentwicklungen hält, glaubt das globa-lisierungskritische Netzwerk in einer selbstverschuldeten Ohnmacht der Politik gegenüber den Finanzmärkten entdeckt zu haben. Oder doch nicht so ganz?
ßWir wollen das Primat der Politik über die Wirtschaft wiederherstellen, beginnend bei der demokratischen Kontrolle der Finanzmärkte. Wir wollen Handlungsspielräume für die regionale und nationalstaatliche Wirtschaftspolitik zurück-gewinnen, um eine global nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen, in deren Zentrum eine gerechte Verteilung steht.ß (attac-austria, Gründungsdeklaration)
ßPS: Um keine Ohnmachtgefühle (bei Handlungswilligen) zu produzieren: Nicht ein fernes, gesichtsloses Subjekt ?- die WTO ?- trifft eigenständig Entscheidungen, sondern die nationalen Regierungen der Mitgliedsstaaten und deren parla-mentarische Mehrheiten, die diese Institution eingerichtet haben und am Leben erhalten, um in einem zweiten Moment ihre eigene neoliberale Politik mit der ?`internationalen Realität´ (oder ?`Globalisierung´ oder ?`Sachzwängen´)gegenüber den WählerInnen zu rechtfertigen.ß (attac-austria, WTO-Positionspapier)
Wenn es darauf ankommt, den eigenen guten Glauben an die Politik zu bewahren und zu fördern, dann hat die gute, brave Politik die Wirtschaft nicht genug unter Kontrolle, dann sind dem ßNationalstaatß die ßHandlungsspielräumeß abhanden gekommen, dann sind so Sachen wie ein ?- vom Staat! ?- eingerichtetes Steuerwesen und ein ?- vom Staat! ?- betriebener ßSozialabbauß auf den fehlenden ßPrimat der Politik über die Wirtschaftß, auf die Ohnmacht der Politik zurückzuführen. Wenn es hingegen darauf ankommt, den Anhängern von attac die ßOhnmachtgefühleß zu therapieren, dann erinnert man sich sogar an ein paar banale Wahrheiten über die ßmächtigste Organisation auf dem globalen Wirt-schaftsparkettß: Daß die WTO, wie alle internationalen Organisationen, als eine Kreatur ihrer nationalstaatlichen Grün-der gar keine eigenständigen Entscheidungen hinkriegt, sondern nur jenes Regelwerk des internationalen Handels ver-waltet, auf das sich die Nationen geeinigt haben, daß die WTO also ein Resultat ßnationalstaatlicher Handlungsspiel-räumeß ist, und nicht ein Ergebnis von deren Abwesenheit. Die WTO beweist den Primat der Politik über den Handel!
Der klandestine Zweck der Sache liest sich ein wenig überkandidelt: Die Staaten gründen eine Welthandelsorganisation, weniger um die Modalitäten des Welthandels festzulegen, an denen ihnen gelegen ist und die sie damit in Kraft setzen ?- sondern um eine ßneoliberale Politikß, für die sie offenbar schon genug Handlungsspielraum haben, zu rechtfertigen, die wiederum genau den Modalitäten entspricht, die sie u.a. in der WTO verbindlich gemacht haben. Wie dem auch sei: Die attac-Forderung nach der ßdemokratischen Kontrolleß vor allem des internationalen Wirtschaftslebens hat sich damit endgültig ad absurdum geführt ?- wenn doch die nationalen Regierungen auf Basis ihrer parlamentarischen Mehr-heiten jene Institutionen ßeingerichtet haben und am Leben erhaltenß, von denen attac die Nationalstaaten sonst gern verohnmächtigt sieht ...

   Angezeigt : 4,077    


Mißstände, Fehlentwicklungen und Unterlassungen? | 0 Kommentar(e) | Neuen Account anlegen
Die folgenden Kommentare geben Meinungen von Lesern wieder und entsprechen nicht notwendigerweise der Meinung der Betreiber dieser Site. Die Betreiber behalten sich die Löschung von Kommentaren vor.
Weiterführende Links
  • Mehr aus Gastbeiträge

  • Optionen
  • Druckfähige Version


  • Seite erzeugt in 1.16 Sekunden

     Copyright © 2022 GO-Dogma - Die undogmatische Grundorganisation
     All trademarks and copyrights on this page are owned by their respective owners.

    Powered By