go dogma logo
 
 | Verzeichnis | Edition Dogma Marken | Links | Erweiterte Suche
Willkommen bei GO-Dogma - Die undogmatische Grundorganisation Tuesday, 28. June 2022 @ 23:38
Topics
Home
Aktuelles (20/0)
Flugblätter (7/0)
Zitate (5/0)
Dogmatische Positionen (10/0)
Satire (1/0)
Dogma Outdoor (2/0)
Diskussionsgrundlagen (9/0)
Pröbstling des Monats (8/0)
Gastbeiträge (17/0)
Archiv (18/0)

What's New

ARTIKEL

Keine neuen Artikel

KOMMENTARE letzte 2 Tage

Keine neuen Kommentare

TRACKBACKS letzte 2 Tage

Keine neuen Trackback-Kommentare

LINKS letzte 2 Wochen

Es gibt keine Links anzuzeigen.

neues auf no-racism.net
Beim Lesen dieses Feeds trat ein Fehler auf (die Datei error.log enthält nähere Informationen).

Anmelden
Username:

Passwort:


volksstimmen
Beim Lesen dieses Feeds trat ein Fehler auf (die Datei error.log enthält nähere Informationen).


Jenseits des Kommunismus   
Wednesday, 22. September 2004 @ 11:16

Stellungnahme der KP?--Grundorganisation Dogma zur Beteilugung einiger Parteimitglieder am "Internationalen Aktionstag für den irakischen Widerstand" am 25.09.2004.

Die "Kommunistische Initiative zur Erneuerung der KP?-" (eine euphemistische Selbstdefinition stalinistisch-reaktionärer und regionalistischer GenossInnen in der KP?-) ruft zusammen mit zahlreichen "antiimperialistischen" Linken, aber auch islamistischen Organisationen und Einzelpersonen zu einer Antikriegsdemonstration anlässlich des Jahrestags der zweiten Intifada auf. (siehe: http://www.antiimperialista.com/sept25/" )

Für uns ist mit der Unterstützung eines solchen Bündnisses und der zugehörigen Aufruftexte, in denen jeder klassenbewussten und marxistischen Form internationaler Solidarität Hohn gesprochen wird, eine Grenze überschritten. Die an dieser Aktion beteiligten Proponenten der "Kommunistischen Initiative zur Erneuerung der KP?-" sollten sich in einer der zahlreichen "antiimperialistischen" Organisationen zusammenfinden und von dort aus weiter nach Lust und Laune reaktionäre Kräfte unterstützen!

Der Aktionstag, in ?-sterreich maßgeblich von der AIK, der "Antiimperialistischen Koordination", vorbereitet, soll "nicht nur dem Kampf in Palästina und Afghanistan einen neuen Impuls geben, sondern ( ) zu einer neuen Offensive der Befreiungskämpfe in aller Welt führen". Unter Befreiungsbewegungen sind in dieser Diktion, abgesehen ihres fortschrittlichen oder reaktionären Gehalts alle Bewegungen gemeint, deren verbindendes Feindbild "die USA und Israel" sind. Die heute in Teilen der Linken betriebene "antiimperialistische" Analyse der Weltlage erkennt keine inneren sozialen oder kulturellen Widersprüche im regionalen Maßstab mehr, ebenso ignoriert sie die Verwobenheit des heutigen imperialistischen Gefüges und verkennt die Notwendigkeit mit emanzipatorischen Kräften gegen die militärische und ökonomische Einbindung des eigenen Landes ins weltweite Unterdrückungsnetz zu kämpfen.Sie imaginiert sich EINEN einzigen (Haupt-)Widerspruch: jenen zwischen unterdrückten "Völkern" und den in eine Kraft zusammenfallenden Mächten USA und Israel, dem 'imperialistischen Usurpator'.

In einer neuesten Stellungnahme der AIK ( http://www.antiimperialista.com/de/view.shtml?category=2&id=1094139987 ) lautet die Aberkennung des Existenzrechtes Israels seine Titulierung als "zionistischer Separatstaat". Wie erwähnt ist auch der Tag für die Demonstration gegen die us-amerikanisch geführte Besatzung des Iraks nicht zufällig der Jahrestag der palästinensischen Intifada, dieser Tag ist bewusst gewählt. Ausführlichere Worte zum antisemitischen Holzwegs, auf den sich in den vergangenen Jahren zahlreiche "AntiimperialistInnen" begaben und den nun auch Teile der "Kommunistischen Initiative zur Erneuerung der KP?-" beschreiten, ersparen wir den LeserInnen an dieser Stelle. Lest beispielhaft Erläuterungen zum Weltbild des Dr. George Nicola, Vizepräsident der Palästinensischen Gemeinde in Wien und Redner auf der bevorstehenden AIK-Demonstration am Samstag: http://www.doew.at/aktuell/aktion/nicola.

Die "Besatzer zu verjagen, wird ( ) ein Sieg für die ganze Menschheit sein", lautet denn auch die politische Zielsetzung des Aufruftextes, und dies sei Auftrag aller "demokratischen Kräfte dieser Welt". Palästinensischer SelbstmordattentäterInnen in israelischen Bussen, zivile Geiseln tötender Gotteskrieger im Irak oder Russland, Bombenattentäter in Madrid oder Sharia-Befürworter zusammen mit Linken in Wien?

Die besten Vertreter der "Völker" dieser Weltsicht seien beispielhaft am sogenannten "irakischen Widerstand" erläutert: Elemente des zusammengebrochenen b'aathistischen Regimes zusammen mit islamistischen Kampf-Brüderschaften eines Muqtada as-Sadr. Die AIK hat im vergangenen Jahr in einer Spendenaktion angeblich bereits 3000 Euro zur Unterstützung des "irakischen Widerstandes" gesammelt. Auch einige GenossInnen der "Initiative zur Erneuerung der KP?-" zeigten sich dieser islamistisch-b'aathistischen Solidarität nicht abgeneigt. Dieses Bündnis mit antikommunistischen Kräften (die KP Irak, eine der stärksten kommunistischen Bewegungen im gesamten arabischen Raum und die wichtigste Kraft im fortschrittlichen Widerstand gegen die Besatzung im Irak, wird von der AIK als "Handlanger des amerikanischen Imperialismus" angesehen) muss unserer Meinung nach für die kommunistischen Partei ?-sterreichs eine Grenzüberschreitung sein: wer solche GenossInnen hat, braucht keine Feinde! Geht bitte zu einer der zahlreichen und zum Glück bedeutungslosen "antiimperialistischen" Initiativen; wer für Gott, Heimat und Vaterländer kämpft, kann nicht als Kommunist begriffen werden!

KP?--Grundorganisation Dogma

   Angezeigt : 4,198    


Jenseits des Kommunismus | 3 Kommentar(e) | Neuen Account anlegen
Die folgenden Kommentare geben Meinungen von Lesern wieder und entsprechen nicht notwendigerweise der Meinung der Betreiber dieser Site. Die Betreiber behalten sich die Löschung von Kommentaren vor.
Jenseits des Kommunismus
Autor: Jan am Thursday, 30. September 2004 @ 13:58
"wer für Gott, Heimat und Vaterländer kämpft, kann nicht als Kommunist begriffen werden!"

- finde ich ja prinzipiell richtig, aber der Kampf für einen Nationalstaat kann eben als "Etappenforderung" durchaus seine Berechtigung haben!

Sonst würdet Ihr ja auch nicht darüber schimpfen, dass die AIK angeblich Israels Existenzrecht abstreitet, oder? (Eigentlich argumentieren sie nur für einen Staat in dem sowohl Juden, als auch Muslime, Christen, Araber und welche Identitäten Euch sonst noch einfallen, friedlich, gemeinsam und solidarisch zusammenleben. Ein Staat also, der nicht einer bestimmten Gemeinschaft definitionsgemäß den Verzug gibt - hört sich eigentlich relativ kommunistisch an, im Gegensatz zu einem Staat, der sich ethnisch definiert, oder nicht?)

Das Problem ist dioch, dass wir nicht in der idealen Welt leben und Nationalstaaten z.T. wohl leider nötig sind um die Interessen von Menschen zu schützen, die ansonsten ausgegrenzt, verfolgt oder auch ermordet werden werden. Das extremste Beispiel dafür sind gerade jüdische Menschen: ihnen kann es ziemlich egal sein, ob sie sich als jüdisch definieren oder nicht: von Antisemiten werden sie gnadenlos verfolgt und das Verbrechen der Shoah wirkt bis heute fort.

Das gilt aber auch (wenn natürlich auch in einem ganz anderen Umfang) für andere Personen(-guppen): wenn man im Nahen Osten allein wegen der Tatsache palästinensisch zu sein, keinen Anspruch auf ein sicheres Leben, keine Möglichkeit zu arbeiten, keine Möglichkeit sich zu ernähren hat, weil man z.B. in Jerusalem nicht willkommen ist, was spricht dann dagegen diesen Menschen eine eigene "Organisationseinheit" zuzugestehen? Es ist Juden aus aller Welt möglich, sich in Israel niederzulassen und das ist gut so, weil Juden aufgrund der Situaton in der Welt einen solchen Schutz benötigen und es auch zweitens prinzipiell richtig ist, dass jeder Mensch leben darf wo er will. (Grenzen auf für alle, überall!) Aber warum darf dies in Israel dann für Menschen palästinensischer Herkunft nicht gelten? (Wenn man rechtskonservativer Innenpolitiker (oder bahamas-deutscher Spinner)wäre, würde man jetzt wohl damit kommen, dass die Palästinenser sowieso alle Terroristen sind...)
Deshalb halte ich die oben zitierte Aussage für verkürzt und ich nehme mal an dass Ihr sie ja auch nur in Bezug auf AIK etc. verwendet, in anderen Fällen aber gerne Ausnahmen davon machen würdet, oder?
[ Antwort schreiben ]
  • Jenseits des Kommunismus - Autor: kosmonaut am Tuesday, 5. October 2004 @ 23:36
  • Jenseits des Kommunismus - Autor: Jan am Saturday, 9. October 2004 @ 11:36
  • Weiterführende Links
  • http://www.antiimperial...
  • http://www.antiimperial...
  • http://www.doew.at/aktu...
  • Mehr aus Dogmatische Positionen

  • Optionen
  • Druckfähige Version


  • Seite erzeugt in 0.14 Sekunden

     Copyright © 2022 GO-Dogma - Die undogmatische Grundorganisation
     All trademarks and copyrights on this page are owned by their respective owners.

    Powered By