Der Iran und die Bombe

Tuesday, 14. June 2005 @ 16:38

Vortrag von Thomas Becker (Bielefeld)

23. Juni 2005, 19.30

Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde
Seitenstettengasse 2, 1010 Wien

(bitte Lichtbildausweis mitnehmen und ca. eine halbe Stunde vor Beginn
erscheinen)

Seit zwei Jahren ist der Internationalen Atomenergiebehörde das bis
dahin erfolgreich geheimgehaltene Atomwaffenprogramm des Iran bekannt.
Die Berichte ihrer Inspektoren, die seit dem Frühjahr 2003 im Iran
Ortsbesichtigungen durchführen, dokumentieren jedes technische Detail
und die Funktion jeder einzelnen Anlage des Atomwaffenprogramms und
liefern ein lückenloses Beweismaterial: Die Arbeiten an den Anlagen zur
Anreicherung von Uran und Plutonium sind inzwischen so weit
fortgeschritten, dass der Iran in zwei oder drei Jahren über die ersten
Atomwaffen verfügen wird, sofern ihn niemand daran hindert.

Während Israel und die USA bereits mehrfach klarstellten, dass sie
nicht gewillt seien, den Aufstieg Irans zur Atommacht hinzunehmen,
schlug die EU einen gänzlich anderen Weg ein: Angeführt von Deutschland
und Frankreich versucht sich die EU in einem mal "kritischen" mal
"kulturellen Dialog" mit den Mullahs, einem Regime, welches immer
wieder betont, dass es gewillt ist, Israel auszulöschen. Unter allen
Umständen soll eine militärische Intervention verhindert werden. Die EU
schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: einerseits präsentiert sie sich
gegenüber dem Iran als verlässlicher Partner, indem sie sich deutlich
von den USA abgrenzt, andererseits erscheint sie auch anderen auf
blutiger Unterdrückung beruhenden Regimes als pazifistischer und damit
für die Kontinuität der Herrschaftsführung garantiert ungefährlicher
Staat.

http://www.cafecritique.priv.at

Eine Veranstaltung von Café Critique, Studienrichtungsvertretung
Politikwissenschaft, HaShomer HaZair und der Zwi Peres Chajes Loge der
Bnai Brith


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