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Lets network it out!   
Montag, 7. August 2006 @ 19:49

FlugblätterZuerst zum Unwichtigen: wir - die GO Dogma - rufen auf die KP?- zu wählen! Wählt sie, wo immer ihr könnt und schaut zu dass ihr könnt wo's noch nicht geht. Also zum Beispiel bei der kommenden Wahl der ParlamentarierInnen in diesem zum Glück relativ bedeutungslosen Land. Geht aufs Gemeindeamt und sorgt per Unterstützungserklärung dafür, dass die KP?- am Stimmzettel steht. Geht zu den Wahlen und wählt eure KP?-!

„Lets network a party!“
(monochrom)

Wir wünschen uns von Mitgliedern und AnhängerInnen einer kommunistischen Partei, dass sie sich illusionslos der bescheidenen Möglichkeiten bewusst seien, die das Feld der Politik einer Bewegung beitet, die die Grundfesten der Gesellschaft aufklärend freilegen und sodann erschüttern und revolutionieren muss, um ihre vorgeblichen Ziele einlösen zu können.

Der regionale Wahlerfolg im Süden ?-sterreichs, errungen aufgrund beharrlicher und medial wahrnehmbarer Parteinahme für relativ machtlose Interessensgruppen und gegen einflussstärkere, gibt die Richtung für die KP?- und zugleich die Grenzen des Machbaren, also ihre unduldbare Begrenztheit vor: Durch wiederholte Verlautbarungen gegen unzumutbare Zumutungen in dieser unserer Wohlstandsgesellschaft erweckt die KP?- den Eindruck, Interessensvertretung könne dem Vertretungsauftrag gerecht werden, würde sie nur konsequent betrieben. Soweit so herrschaftskonform. Dies geht allerdings nur mit angemessener Bescheidenheit bei den Forderungen und Rücksichtnahme gegenüber autoritären Ressentements bei einem Teil der angesprochenen WählerInnen. Dann allerdings ist nichts Geringeres machbar, als der humanitären Ethik, die als Handlungsmotiv in den vergangenen Jahrzehnten einzig noch bei karitativen Organisationen gefunden werden konnte, zu einer repräsentativen Stimme zu verhelfen. Konsequent umgesetzt, muss nach beharrlichem Einsatz ein moralisch tadelloser Kommunist geradezu zwangsläufig glaubwürdiger darstehen als zum Beispiel ein christlicher Arbeitnehmervertreter Tirols oder ein Caritassprecher himself. Umsetzen kann, soll und tut der derart mit Vertrauen Gesegnete so viel wie wenig: da oder dort kann er metropolitianem Elend wirkungsvoll durch individuelle Hilfsleistungen begegnen und Forderungen nach Mindeststandards oder Zuwendungen an ßrmere durch bescheidenes Lenken von Geldflüssen im eigenen Einflussgebiet unterfüttern.

Revolutionär sind solch löbliche Interessenvertretung und so parteiförmiges soziales Engagement hingegen nicht – genauer gesagt: höchstens in dem falschen Sinne, als sie AnhängerInnen und Mitgliedern revolutionär erscheinen mögen. Wir von der GO Dogma wünschen uns von den UnterstützerInnen der KP?- und solchen die es noch werden sollten, kalteneggersches Engagement als möglichen Teil der Politik einer kommunistischen Partei mit persönlichem Einsatz, erfurchtsloser Kritik oder positivem Feedback im Rahmen von Wahlgängen zu unterstützen, ohne zu glauben oder jemanden glauben machen zu wollen, den erfolgreichen Grazer Kampagnen hafte auch nur irgendetwas Revolutionäres an. Gleich gut könnte sich auch ein grünes Wutzi in die Tasche lügen, die Grünen setzten mit der Verarbeitung fair gehandelter, biologisch unbedenklicher Materialien bei ihren hippen Accessoirs einen Schritt in Richtung nachhaltiger Nutzung der Ressourcen dieses Planeten. Eine Schande, dass sich die BoBos nicht einfach ihrer eigenen Hippness und deren parteiförmiger Repräsentation stellen!

Eine viel größere Schande allerdings als KommunistInnen und Linke, die glauben in Wahlerfolgen der KP?- Zeichen für die transformatorischen Möglichkeiten kommunistischer Politik zu entdecken, sind solche die sich mit den Niederungen der politischen Repräsentation als Katalysator oder Kanalisierung gesellschaftlicher Kräfte gar nicht erst anders befassen wollen als mit ekelbegleiteter, vermeintlich kritisch begründeter Ablehnung. Geht zu den BoBos und ihrer prekären Glückseligkeit im verengten Diskursraum!

An dieser Stelle möchten wir uns außdrücklich bei Frau P. aus Laa sowie G.A. und W.M. aus Gmünd bedanken: für das Vertrauen, das sie ihrer KP?- entgegen bringen! Wie tausende andere Menschen, bei denen wir uns nicht bedanken können, gaben sie aus uns unerfindlichen, doch zumindest nicht in einer bemühten lokalen Vertretung bestehenden Gründen der KP?- bei diversen Wahlgängen die Stimme. Unser Dank gilt ihnen aufgrund einer Mutmaßung: sie setzen das bedeutungslose Zeichen am Stimmzettel nicht aufgrund des Zuspruchs zur real existierenden KP?-, aufgrund deren realer Auftretens oder ihrer Stellungnahmen. Sie wählen, wie letztlich auch die Grazer Fangemeinde, die KP?- im eigenen Kopf. Sie wählen alle einen Platzhalter für ein kommunistisches Netzwerk, das sich mitunter auch bei Wahlen, vor allem aber in kollektivem Engagement gegen menschliches Elend und seine Ursachen, für sicheres und luxuriöses Leben auf dieser Welt, konstituieren muss. Sie wählen alle eine Platzhalter, der bald platzen sollte. Es liegt an uns und euch, der Konstituierung eines communistischen Netzwerks zuzuarbeiten und dies so zu bewerkstelligen, dass vernebelnde, karitative und joviale Networkers und ihre Motive dabei höchstens am Rande mitgezerrt werden, wie notgedrungen Fetzen Morast, wenn man sich selbst aus dem Sumpf zieht. Darin haben wir ja schon Erfahrung, gelt?!

Des Zitierens willen noch ein Zitat: „Der Kommunismus ist nicht das ßußerste, das nur zu einem kleinen Teil verwirklicht werden kann. Sondern: bevor er nicht ganz und gar verwirklicht ist, gibt es keinen Zustand, der selbst von einem Unempfindlichen ertragbar wäre!“
(Brecht)

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